Freitag, 30. April 2010

Lässt Deutschland die iranischen Oppositionellen im Stich? « Jörg Lau

Lässt Deutschland die iranischen Oppositionellen im Stich?

Von Jörg Lau 29. April 2010 um 19:56 Uhr

Mein Text aus der ZEIT vom 29.4.2010, S. 11:

Als Hunderttausende Iraner im vergangenen Sommer in Teheran friedlich gegen die gefälschten Wahlen protestierten, konnten sie sich der Sympathie der ganzen Welt sicher sein. Erst recht, als das Regime seine Schläger losschickte, in die Menge schießen ließ und schließlich Tausende seiner Bürger in Gefängnisse warf.
Auch Angela Merkel kritisierte die Brutalität der Sicherheitskräfte und versicherte »den Angehörigen der Opfer meine Anteilnahme«.
Wie viel ist das Mitgefühl der deutschen Regierung wert? Das müssen sich heute jene fragen, die Tod, Folter und Gefängnis in Iran mit knapper Not entkommen konnten. Seit Monaten schon setzen sich Menschenrechtler dafür ein, dass die Bundesrepublik wenigstens einige besonders stark gefährdete und traumatisierte Oppositionelle aufnehmen soll. Die Exil-Iraner Mehran Barati und Farin Fakhari, beide Gegner des Schahregimes und der Mullahs und deshalb schon seit vielen Jahren in Deutschland, haben zusammen mit dem Berliner Professor Hajo Funke den Kontakt der Flüchtlinge zu deutschen Behörden hergestellt.
Es sind Studenten darunter, die im Gefängnis mit Stöcken vergewaltigt wurden. Einem wurden mehrere Wirbel zertrümmert. Wieder ein anderer war schlimmem Psychoterror ausgesetzt – man zwang ihn, Fäkalien zu essen –, infolge dessen er unter asthmatischen Angstattacken leidet. Die Türkei duldet diese Menschen in armen Satellitenstädten am Südostrand des Landes. Dort kämpfen sie ohne Einkommen und ausreichende ärztliche Betreuung ums Überleben, in steter Angst vor dem iranischen Geheimdienst.
Der Bundesregierung liegt bereits seit Januar eine Liste mit etwa 80 Namen und Fallgeschichten vor – darunter die vieler Journalisten, Blogger und studentischen Aktivisten der »grünen Bewegung«. Doch die deutschen Stellen bemühten sich zunächst, die Liste der Kandidaten für eine Aufnahme auf höchstens 20 zusammenzustreichen. Selbst diese geringe Zahl will im zuständigen Innenministerium niemand bestätigen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr nahmen alleine die USA aus der Türkei 1169 iranische Flüchtlinge auf, Kanada 255, Australien 89 und Schweden immerhin 45.
Am 8. März schien kurzzeitig Bewegung in die Sache zu kommen. Vor der Bundespressekonferenz kündigte die Sprecherin des Bundesinnenministers an, Deutschland werde »eine Reihe von begründeten Einzelfällen« aufnehmen. Sieben Wochen später teilt das Ministerium auf Anfrage der ZEIT wortgleich mit, man habe »im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt entschieden, in einer Reihe von begründeten Einzelfällen Schutz suchende iranische Staatsangehörige aus dem Ausland, vor allem der Türkei, in Deutschland aufzunehmen.« Mit anderen Worten: Es ist in sieben Wochen nichts passiert.
Der Politologe Hajo Funke hat den Eindruck, dass das Innenministerium auf eine Strategie der Entmutigung setzt – gegenüber den Betroffenen und denjenigen, die sich für sie einsetzen. Es solle offenbar deutlich werden, »dass eine restriktive Praxis fortgeführt wird«. Weil man zu Zeiten des Schahs und später des Ajatollah Chomeini viele Iraner aufgenommen habe, hieß es im Ministerium. Jetzt seien erst mal andere Nationen dran. Und übrigens brauche man die Bereitschaft der Bundesländer zur Aufnahme der Flüchtlinge. Für Funke sind das alles schlechte Ausreden: Nicht nur handeln andere Nationen bereits viel aufgeschlossener – Norwegen etwa will 140 Iraner ins Land lassen. In Deutschland haben zudem drei Bundesländer – Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin – signalisiert, insgesamt deutlich mehr als 20 Schutzsuchende aufnehmen zu können. »Bremst das Bundesinnenministerium allzu ›gutmenschliche‹ Länderinnenminister aus?«, fragt Funke.
Soll nur ja nicht der Eindruck entstehen, die schwarz-gelbe Regierung praktiziere eine großzügige Asylpolitik? Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz setzt sich nicht nur aus menschenrechtlichen Gründen für die iranischen Flüchtlinge ein. Für ihn steht die Glaubwürdigkeit der deutschen Iranpolitik auf dem Spiel. Es müsse den Richtern und Staatsanwälten in Iran, die sich an der Unterdrückung der Opposition beteiligt haben, deutlich gemacht werden, »dass wir ihre Schandurteile nicht hinnehmen«, sagt Polenz. Deutschland solle sich an der Lösung des Flüchtlingsproblems beteiligen, um Iran deutlich zu machen, dass man sich durch Teherans Atompläne nicht von den Menschenrechtsverletzungen ablenken lasse.
Im Fall von Flüchtlingen aus dem Irak hat die  Bundesrepublik seit 2008 fast 2500 unbürokratisch übersiedelt. Das hängt offenbar mit dem großen C der Regierungspartei zusammen. Zuerst sollten nur Christen Aufnahme finden, die im Irak besonders brutal verfolgt werden. Dann fiel auf, dass dies rechtlich – und moralisch – heikel war: Wie christlich ist es, nur Christen zu helfen? So kamen auch Iraker anderer Religionen in den Genuss der Einreiseerlaubnis.
Die Iraner können darauf nicht hoffen. Schon die geringe Zahl von 20 Flüchtlingen der »grünen Bewegung« löst heftige Abwehrreflexe aus. In der kommenden Woche könnte das richtig peinlich werden. Am 7. Mai nimmt in Hamburg der Iraner Maziar Bahari den Henri-Nannen-Preis in Empfang, den wichtigsten Preis des deutschen Journalismus – stellvertretend für seine iranischen Kollegen, wie es in der Begründung heißt, »die in ihrem Land schwersten Repressalien ausgesetzt sind«. Das ist eine schöne Geste gegenüber Bahari, der selber verhaftet worden war und erst nach vehementen Protesten nach London ausreisen durfte.
Dass Baharis Leidensgenossen – deren Artikeln, Videos, Blogs und Tweets die deutsche Öffentlichkeit ihr Wissen von der grünen Revolution verdankt – gleichzeitig von der deutschen Regierung im Stich gelassen werden, wäre eine bittere Pointe.

Kategorien: Iran, Menschenrechte

Was ist aus diesem Kontingent geworden. Diese iranischen Flüchtlinge in der Türkei entbehren wirklich alles, was zum Leben nötig wäre. Bitte um zahlreiche Kommentare ... :-)

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Lässt Deutschland die iranischen Oppositionellen im Stich?

Von Jörg Lau 29. April 2010 um 19:56 Uhr

Mein Text aus der ZEIT vom 29.4.2010, S. 11:

Als Hunderttausende Iraner im vergangenen Sommer in Teheran friedlich gegen die gefälschten Wahlen protestierten, konnten sie sich der Sympathie der ganzen Welt sicher sein. Erst recht, als das Regime seine Schläger losschickte, in die Menge schießen ließ und schließlich Tausende seiner Bürger in Gefängnisse warf.
Auch Angela Merkel kritisierte die Brutalität der Sicherheitskräfte und versicherte »den Angehörigen der Opfer meine Anteilnahme«.
Wie viel ist das Mitgefühl der deutschen Regierung wert? Das müssen sich heute jene fragen, die Tod, Folter und Gefängnis in Iran mit knapper Not entkommen konnten. Seit Monaten schon setzen sich Menschenrechtler dafür ein, dass die Bundesrepublik wenigstens einige besonders stark gefährdete und traumatisierte Oppositionelle aufnehmen soll. Die Exil-Iraner Mehran Barati und Farin Fakhari, beide Gegner des Schahregimes und der Mullahs und deshalb schon seit vielen Jahren in Deutschland, haben zusammen mit dem Berliner Professor Hajo Funke den Kontakt der Flüchtlinge zu deutschen Behörden hergestellt.
Es sind Studenten darunter, die im Gefängnis mit Stöcken vergewaltigt wurden. Einem wurden mehrere Wirbel zertrümmert. Wieder ein anderer war schlimmem Psychoterror ausgesetzt – man zwang ihn, Fäkalien zu essen –, infolge dessen er unter asthmatischen Angstattacken leidet. Die Türkei duldet diese Menschen in armen Satellitenstädten am Südostrand des Landes. Dort kämpfen sie ohne Einkommen und ausreichende ärztliche Betreuung ums Überleben, in steter Angst vor dem iranischen Geheimdienst.
Der Bundesregierung liegt bereits seit Januar eine Liste mit etwa 80 Namen und Fallgeschichten vor – darunter die vieler Journalisten, Blogger und studentischen Aktivisten der »grünen Bewegung«. Doch die deutschen Stellen bemühten sich zunächst, die Liste der Kandidaten für eine Aufnahme auf höchstens 20 zusammenzustreichen. Selbst diese geringe Zahl will im zuständigen Innenministerium niemand bestätigen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr nahmen alleine die USA aus der Türkei 1169 iranische Flüchtlinge auf, Kanada 255, Australien 89 und Schweden immerhin 45.
Am 8. März schien kurzzeitig Bewegung in die Sache zu kommen. Vor der Bundespressekonferenz kündigte die Sprecherin des Bundesinnenministers an, Deutschland werde »eine Reihe von begründeten Einzelfällen« aufnehmen. Sieben Wochen später teilt das Ministerium auf Anfrage der ZEIT wortgleich mit, man habe »im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt entschieden, in einer Reihe von begründeten Einzelfällen Schutz suchende iranische Staatsangehörige aus dem Ausland, vor allem der Türkei, in Deutschland aufzunehmen.« Mit anderen Worten: Es ist in sieben Wochen nichts passiert.
Der Politologe Hajo Funke hat den Eindruck, dass das Innenministerium auf eine Strategie der Entmutigung setzt – gegenüber den Betroffenen und denjenigen, die sich für sie einsetzen. Es solle offenbar deutlich werden, »dass eine restriktive Praxis fortgeführt wird«. Weil man zu Zeiten des Schahs und später des Ajatollah Chomeini viele Iraner aufgenommen habe, hieß es im Ministerium. Jetzt seien erst mal andere Nationen dran. Und übrigens brauche man die Bereitschaft der Bundesländer zur Aufnahme der Flüchtlinge. Für Funke sind das alles schlechte Ausreden: Nicht nur handeln andere Nationen bereits viel aufgeschlossener – Norwegen etwa will 140 Iraner ins Land lassen. In Deutschland haben zudem drei Bundesländer – Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin – signalisiert, insgesamt deutlich mehr als 20 Schutzsuchende aufnehmen zu können. »Bremst das Bundesinnenministerium allzu ›gutmenschliche‹ Länderinnenminister aus?«, fragt Funke.
Soll nur ja nicht der Eindruck entstehen, die schwarz-gelbe Regierung praktiziere eine großzügige Asylpolitik? Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz setzt sich nicht nur aus menschenrechtlichen Gründen für die iranischen Flüchtlinge ein. Für ihn steht die Glaubwürdigkeit der deutschen Iranpolitik auf dem Spiel. Es müsse den Richtern und Staatsanwälten in Iran, die sich an der Unterdrückung der Opposition beteiligt haben, deutlich gemacht werden, »dass wir ihre Schandurteile nicht hinnehmen«, sagt Polenz. Deutschland solle sich an der Lösung des Flüchtlingsproblems beteiligen, um Iran deutlich zu machen, dass man sich durch Teherans Atompläne nicht von den Menschenrechtsverletzungen ablenken lasse.
Im Fall von Flüchtlingen aus dem Irak hat die  Bundesrepublik seit 2008 fast 2500 unbürokratisch übersiedelt. Das hängt offenbar mit dem großen C der Regierungspartei zusammen. Zuerst sollten nur Christen Aufnahme finden, die im Irak besonders brutal verfolgt werden. Dann fiel auf, dass dies rechtlich – und moralisch – heikel war: Wie christlich ist es, nur Christen zu helfen? So kamen auch Iraker anderer Religionen in den Genuss der Einreiseerlaubnis.
Die Iraner können darauf nicht hoffen. Schon die geringe Zahl von 20 Flüchtlingen der »grünen Bewegung« löst heftige Abwehrreflexe aus. In der kommenden Woche könnte das richtig peinlich werden. Am 7. Mai nimmt in Hamburg der Iraner Maziar Bahari den Henri-Nannen-Preis in Empfang, den wichtigsten Preis des deutschen Journalismus – stellvertretend für seine iranischen Kollegen, wie es in der Begründung heißt, »die in ihrem Land schwersten Repressalien ausgesetzt sind«. Das ist eine schöne Geste gegenüber Bahari, der selber verhaftet worden war und erst nach vehementen Protesten nach London ausreisen durfte.
Dass Baharis Leidensgenossen – deren Artikeln, Videos, Blogs und Tweets die deutsche Öffentlichkeit ihr Wissen von der grünen Revolution verdankt – gleichzeitig von der deutschen Regierung im Stich gelassen werden, wäre eine bittere Pointe.

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Was ist aus diesem Kontingent geworden. Diese iranischen Flüchtlinge in der Türkei entbehren wirklich alles, was zum Leben nötig wäre. Bitte um zahlreiche Kommentare ... :-)

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Donnerstag, 29. April 2010

Alle bleiben!

Das könnte doch auch noch verbreitet werden ...

Von meinem iPhone gesendet


Anfang der weitergeleiteten E-Mail:

Von: Hamze
Datum: 28. April 2010 22:52:04 MESZ
An: Herbert Heuss
Kopie: 
Betreff: [Flucht] alle bleiben!

Liebe Roma Freunde, Sympatisanten u. Mitstreiter,

 

Wir fordern: alle bleiben!

In ganz Deutschland gibt es Organisationen, die das Blei berecht für Roma in Deutschland durchsetzen wollen und hierfür unter dem Motto „alle bleiben“ bundesweit zusammenarbeiten.

Schließe auch du dich einer Gruppe in deiner Nähe an und hilf mit, das Bleiberecht für alle Roma zu erreichen!

Eine Gruppe in deiner Nähe kannst du auf der 

Landkarte
 finden.

Mach mit bei Projekten, informiere dich über die Hin tergründe zum Bleiberecht und beteilige dich an der Entwicklung von Perspektiven! Seit Jahren gibt es bun desweite Vernetzung von Roma-Organisationen und Un terstützern, darunter auch viele jugendliche Roma, die hier geboren sind und ihre Zukunft in Deutschland sehen, die nicht kampflos zulassen wollen, dass man sie in ein fremdes Land abschiebt, in dem sie massiv diskriminiert werden. Sie versuchen durch Informationsveranstal tungen und Protestaktionen eine breitere Öffentlichkeit zu schaffen, auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen und ein Bleiberecht für die in Deutschland lebenden Roma zu erreichen. Aber hierfür brauchen sie die Unterstützung ihrer FreundInnen, LehrerInnen und NachbarInnen. Jeder Einzelne zählt! Auch deine Stimme ist wichtig!

Die Kampagne „alle bleiben!“ unterstützt den Kampf aller Flüchtlinge für ihr Recht, selbst zu bestimmen, wo sie leben möchten.

 Endlich ist der Flyer fertig gedruckt, 20.000 Stück, und dazu noch 2000 Aufkleber. Zum anderen ist seit heute auch die Webseite http://www.alle-bleiben.info/ online. Wenn Ihr alle bleiben! Mit eurer Organisation unterstützen möchtet und noch nicht auf der Webseite zu finden seit dann schreibt mir einfach eine Mail mit euren Kontaktdaten und, wenn Ihr habt, ein Logo von euch. Wir werden dann dafür sorgen, dass Ihr verlinkt werdet. Über eine Verlinkung von www.alle bleiben.info auf euren Webseiten würden wir uns auch freuen.

Nun zum Flyer: Wenn Ihr gerne Flyer und Aufkleber haben möchtet, dann meldet euch bei mir und gebt an, wie viele Ihr haben  möchtet. Bei größeren Mengen müssten wir dann noch die Übernahme der Portokosten klären, da das Roma Center Göttingen nicht alle Kosten hierfür alleine tragen kann.

Solidarische Grüße
Hamze Bytyci

alle bleiben!

Amaro Drom e.V.

Flughafenstr. 21
12053 Berlin
www.alle-bleiben.de


_______________________________________________
flucht mailing list
flucht@nds-fluerat.org
http://www.nds-fluerat.org/mailman/listinfo/flucht

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Email- und Fax-Kampagne!

Noch ein auch für Bita Ghaedi und MFI interessanter Beitrag über Dublin II, was auch in Großbritannien gilt:
Das Bundesinnenministerium (BMI) in Berlin trägt die politische Verantwortung für die Dublin-Abschiebungen, denn von hier kommen die zentralen Weisungen. Was hier entschieden wird, setzen Bundesamt und Bundespolizei um. Hauptverantwortlich sind somit Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der zuständige Staatssekretäre Ole Schröder. Das Nürnberger Bundesamt für Migration führt die Oberaufsicht über Dublin II und bearbeitet Fälle [...]

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EXTREMELY URGENT!! PLEASE EMAIL ALAN JOHNSON 2 STOP UK DEPORTATIONS! #iranelection Please copy and

I got this tweet today, the 29. April 2010:

On Wednesday 28th April 2010, said:


reply

EXTREMELY URGENT!! PLEASE EMAIL ALAN JOHNSON 2 STOP UK DEPORTATIONS! #iranelection

Please copy and paste this and send it to:

public.enquiries@homeoffice.gsi.gov.uk

"FOR THE ATTENTION OF ALAN JOHNSON, MP

EXTREMELY URGENT - ACTION NEEDED IMMEDIATELY!!

We have three cases involving 5 Iranian refugees that the UK Border Agency plans to deport to Iran.

Miss Bita Ghaedi has PMOI affiliations and would more than likely be charged with Mohareb in Iran if returned; a crime punishable by death and likely to be carried out if she is returned. http://www.ncadc.org.uk/campaigns/bitaghaedi.html She has been ill and new evidence relating directly to her safety has NOT been considered by the UKBA.

The second case involves a married couple, Nadia Arzane - who is 14 weeks pregnant and her husband Bashir. http://www.ncadc.org.uk/campaigns/nadia_and_bashir.html

Third case: Kiana Firouz: an openly-gay actress from Iran is campaigning against the Home Office's decision to refuse her asylum, this week, because she will face execution in her homeland. http://news.pinkpaper.com/NewsStory.aspx?id=2802 & http://www.petitiononline.com/kianaf/petition.html

We have serious, genuine concerns about how the UKBA is operating which are illustrated by the following: http://www.opendemocracy.net/ourkingdom/clare-sambrook/election-time-asylum-seekers-lose-their-last-safety-net 

We believe that innocent lives are being seriously endangered by incorrect decisions and the UKBA ignoring crucial evidence relevant to their safety: http://bit.ly/9TThZ3

Another case is that of Anselme Noumbiwa who faces certain persecution because of his Christian faith if he is forcibly returned to Cameroon.

Please suspend these deportations at least until after the General Election when they should be considered individually. So far we know that crucial evidence, such as provided by Amnesty, Human Rights Watch and other agencies has been ignored by the UKBA. We would like this to be carefull considered on an urgent basis.

It is extremely important that these deportations are stopped. Urgent intervention is needed particularly as these dates seem to have been brought forward so action can be taken against these innocent and extremely frightened people whilst Parliament is dissoved. This can not be allowed to happen.

These issues are very important to hundreds of thousands of Iranians in the UK and worldwide. UK Iranians and human rights activists are waiting to vote whilst considering how appallingly the UKBA is treating refugees seeking a safe haven from the violent, fascist regime in Iran. In addition, the UK is being perceived very negatively around the world because of these cases and others. We believe their perceptions should be challenged by you taking immediate action to show the UK does care about human rights of vulnerable individuals.

We also call for full disclosure from the UK Border Agency about other deportees being held, who's cases have not been announced and an immediate amnesty on all cases until after the election.

Thank you in advance for your consideration and we would appreciate an urgent response.


Sincerely Yours"

Linked here:




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Mittwoch, 28. April 2010

Protest at British Embassy in Washington for Kiana Firouz

Ein weiterer Artikel mit Bezug auf Bita Ghaedi, ihren Partner Mohsen, die anderen Flüchtlinge in GB und MFI ...
Kiana in a scene from the film 'Cul de Sac'
By Paul Canning

An Iranian solidarity group is to protest this Saturday, 1 May, outside the British Embassy in Washington DC against the UK's continuing removals of asylum seekers to Iran. It is calling for four deportation orders to be lifted, including that of Kiana Firouz, the lesbian Iranian actress.

The protest by Mission Free Iran focuses on women which Britain wants removed.

Firouz's claim was turned down by the UK Border Agency and she has lost an appeal. The actress is to be appear in the film 'Cul de sac', released next month, and says "the movie contains sexual scenes which itself would be subject to death punishment if I return to Iran."

More than 11,000 people have viewed the trailer for the video. An international petition for Firouz has collected 3000 signatures in a week.

As well international campaigners are asking for calls to UK embassies around the world to protest removals of Iranian asylum seekers.

www.medhikazemi.com LGBT Asylum News (formally Save Mehdi Kazemi) Please take action today for LGBT asylum seekers and encourage your friends and contacts to - visit website for details
Further read here ...

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Dienstag, 27. April 2010

Ex-Muslim erhält Flüchtlingsstatus / Religiöse Verfolgung nichtreligiöser Menschen erstmals in Deutschland anerkannt


Hier auch mal ein positives Beispiel. 

Von: kai weber
Datum: 27. April 2010 12:45:34 MESZ
An: flucht-liste

Freitag, 23. April, 16:26 Uhr
NewsAktuell/Ots

Gießen (ots) - Die von der "Kritischen Islamkonferenz" initiierte

Kampagne "Asyl für Ex-Muslime" kann einen ersten Erfolg verbuchen:

Siamak Zare, einer der Beteiligten der Aktion "Wir haben abgeschworen!" des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE), muss nicht mehr befürchten, in den Iran abgeschoben werden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hob in seinem Bescheid (AZ:5382655-439) die "Abschiebungsandrohung" gegen Zare auf und erkannte ihm die "Flüchtlingseigenschaft" zu.

"Damit ist unseres Wissens das erste Mal anerkannt worden, dass auch religionsfreie Menschen religiös verfolgt werden!" erklärte der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, der die Kampagne geleitet hatte. "Wir hoffen, dass diese Entscheidung nun in anderen Asylverfahren berücksichtigt wird!"

In der Vergangenheit wurde Ex-Muslimen der Asyl- oder Flüchtlingsstatus verweigert, da bei ihnen das "religiöse Existenzminimum", sprich: die "Religionsausübung im häuslich-privaten Bereich" sowie "das gemeinsame Gebet abseits der Öffentlichkeit", nicht gefährdet sei.
Dass die öffentliche Abkehr vom Islam in Ländern wie dem Iran mit der Todesstrafe geahndet wird, schien die Beamten nicht sonderlich zu interessieren.

Gegen diese "groteske Rechtsauffassung", so Schmidt-Salomon, hatte sich die Kampagne "Asyl für Ex-Muslime" gewendet. Die Giordano-Bruno-Stiftung übernahm die Kosten für Rechtsanwalt Reinhard
Marx, der den Asylfolgeantrag für Zare stellte. Wichtig für den Erfolg war nicht zuletzt das Engagement der ZdE-Vorsitzenden Mina Ahadi, die in einer Anhörung in Gießen die dramatische Lage iranischer Ex-Muslime schilderte.

Schmidt-Salomon zufolge setzte die Kampagne ein deutliches, politisches Signal: "Wer Islamkritik aus rassistischen Gründen betreibt, dem widerstrebt es, Ex-Muslimen Asyl zu gewähren. Solchen 'Islamkritikern' geht es nicht um die Emanzipation des Menschen, sondern darum, alles 'Fremdartige' aus ihrem Dunstkreis verbannen.
Mit einer solchen xenophoben Islamkritik haben wir nichts gemein!
Unser Engagement gilt dem Menschen als Menschen - unabhängig davon, aus welcher Kultur er ursprünglich stammt."

Originaltext: Giordano Bruno Stiftung

Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/61025

Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_61025.rss2

Pressekontakt:

Elke Held, Giordano Bruno Stiftung, Tel: +49 (0)651 9679503,

http://www.giordano-bruno-stiftung.de

Weitere Informationen: http://www.kritische-islamkonferenz.de

--
Flüchtlingsrat Niedersachsen
Langer Garten 23 B
D - 31137 Hildesheim
Tel. 05121 - 15605
Fax 05121 - 31609
www.nds-fluerat.org


SOLIDARITÄT  KOSTET  GELD!

Wir bitten um Spenden für die politische und soziale Unterstützung von Flüchtlingen und anderen Migrantinnen und Migranten, die in Bedrängnis geraten sind:

Flüchtlingsrat Niedersachsen - Konto 8402 306 - Postbank Hannover eG - BLZ 250 100 30 - Zweck: Spende

Werden Sie Fördermitglied im Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.!

_______________________________________________
flucht mailing list
flucht@nds-fluerat.org
http://www.nds-fluerat.org/mailman/listinfo/flucht

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